Kartenbestellung

Erstregistrierung am beA-System mittels einer beA-Karte

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte müssen sich vor der erstmaligen Nutzung ihres Postfaches im beA-System registrieren. So wird sichergestellt, dass nur zugelassene Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ein elektronisches Postfach besitzen und die Postfächer der richtigen Person zugeordnet sind. Zu dieser erstmaligen Registrierung wird aus Gründen der Sicherheit eine spezielle beA-Karte benötigt, auf der die Postfachnummer enthalten ist. Die beA-Karte kann nach dieser erstmaligen Registrierung dauerhaft für die tägliche sichere Anmeldung am beA-Postfach verwendet werden.

Wann und wo kann ich eine beA-Karte bestellen?

Eine beA-Karte können Sie bei der Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer (BNotK) hier bestellen. 

Voraussetzung für die Bestellung ist Ihre beA-SAFE-ID. Diese können Sie dem bundesweiten amtlichen Anwaltsverzeichnis (BRAV) entnehmen oder bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer erfragen. Für neu zugelassene Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte kann eine beA-SAFE-ID erst nach der Vereidigung und Abgabe des Empfangsbekenntnisses zur Verfügung gestellt werden.

Welche Übermittlungsmethoden gibt es im beA?

Bei der Nutzung von beA bietet sich zwei Übermittlungsmethoden an (vgl. § 130a Abs. 3 S. 1 ZPO):

  • entweder wird das elektronische Dokument am Ende mit dem Namen der verantwortenden Person versehen (einfache Signatur) und eben diese verantwortende Person aus ihrem beA heraus das Dokument selbst an das Gericht versendet (beA-Karte Basis)
  • oder das elektronische Dokument wird mit einer qualifizierten elektronischen Signatur (qeS) versehen (beA-Karte Signatur).

beA-Karte mit qualifizierter elektronischer Signatur (beA-Karte Signatur)

Falls Sie eine beA-Karte Signatur bestellen möchten, müssen Sie sich identifizieren lassen, damit die qualifizierte Signatur auch nur Ihnen als Person zugeordnet wird. Die Signaturfunktion ist bei den zu bestellenden beA-Karten anfangs noch nicht aufgeladen. Nach Durchführung des Identifizierungsverfahrens können Sie das Signaturzertifikat auf Ihre Karte aufladen. 

Für das Identifizierungsverfahren gibt es zwei Möglichkeiten:

  • NotarIdent: Dafür müssen Sie mit einem Personalausweis oder einem Reisepass bei einem Notar Ihrer Wahl vorstellig werden. Dieser nimmt dann einen Lichtbildabgleich vor. Die BNotK empfiehlt, dass dieser Vorgang für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte kostenlos angeboten werden soll. Welche Notare sich an diese Empfehlung halten werden, ist der RAK Tübingen jedoch nicht bekannt.
  • KammerIdent: Sie können sich jedoch auch von der RAK Tübingen identifizieren lassen. Das Identifizierungsverfahren ist für Kammermitglieder kostenlos. Bitte vereinbaren Sie hierfür einen Termin. Zum KammerIdent-Verfahren benötigen Sie einen gültigen Personalausweis (alternativ einen Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung), Ihr Antragsformular und das Identifizierungsformular. Wie Sie die beiden Formulare ausfüllen und herunterladen können, finden Sie hier

Nach erfolgreicher Identifizierung erhält die Karteninhaberin bzw. der Karteninhaber eine elektronische Mitteilung (E-Mail) von der Zertifizierungsstelle der BNotK mit einer detaillierten Beschreibung, wie sie bzw. er das qualifizierte elektronische Zertifikat auf ihre bzw. seine beA-Karte aufladen kann. Eine entsprechende Software stellt die Zertifizierungsstelle der BNotK zur Verfügung. Die PIN für das qualifizierte elektronische Zertifikat wird ebenfalls elektronisch übermittelt. 

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum qeS-Aufladeverfahren (auch "Nachladeverfahren" genannt) finden Sie hier.