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Recht / Zivilrecht 
Montag, 12.03.2018

Kalte Zugluft im Passivhaus nicht hinnehmbar

Das Amtsgericht Frankfurt am Main entschied in einem rechtskräftigen Urteil, dass kalte Zugluft in einem neu errichteten Passivhaus einen Mietmangel darstellt, welcher eine Minderung der Miete um 10 Prozent rechtfertigt (Az. 33 C 1251/17).

Im vorliegenden Fall waren die Kläger in ein neu errichtetes Passivhaus als Mieter eingezogen. Sie berichteten, dass trotz funktionierender Fußbodenheizung in den Wintermonaten die Zugluft im Wohn-, Arbeits- und Schlafzimmer nicht mehr erträglich gewesen sei. Der Vermieter hielt dem entgegen, dass Beeinträchtigungen durch Zugluft, wenn überhaupt, nur eine unerhebliche Gebrauchsbeeinträchtigung seien, welche im Sommer gar nicht auftreten würden.

Das AG Frankfurt urteilte, dass Zugluft im Passivhaus einen minderungsrelevanten Mangel darstellen kann. Auch wenn die Auswirkungen im Sommer geringer seien als im Winter und eine gewisse Zugluft in Passivhäusern konstruktionsbedingt immer gegeben sei, liege konkret jedoch ein Mangel vor, welcher eine Mietminderung von 10 Prozent für das ganze Jahr rechtfertige.

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